Die richtige Matratze…

…für Ihr perfektes Schlafgefühl

Die Richtige im Bett

Wer kennt es nicht? Irgendwann kommt der Tag und die alte Matratze rückt ins Bewusstsein. Sie hat ausgedient und eine Neue muss her. Doch hier ist guter Rat teuer. Welche Kriterien soll die neue Matratze erfüllen und wie findet man sie? Wir gehen mit Ihnen gemeinsam den Weg zur perfekten Matratze.

Ein neues Bett muss her. Doch hier ist guter Rat teuer. Welche Kriterien soll die neue Schlafstätte erfüllen und wie findet man sie? Beim Kauf müssen einige Punkte beachtet werden um Ihren zukünftigen Schlaf erholsamer und Ihr waches Leben lebenswerter zu machen. Das optimale Bett verstehen wir als Symbiose zwischen Unterfederung, also Lattenrost, mit individuell passender Matratze. Der Übersicht halber trennen wir beide Elemente in der Beschreibung.

Hier gehen wir mit Ihnen gemeinsam den Weg zur perfekten Matratze.

Die Richtige – der Weg zu Ihrer perfekten Matratze

1. Der Kritische Blick

Eine orthopädisch sinnvolle Matratze entscheidet nicht nur über die Schlafqualität, sondern ist auch ein entscheidender Faktor für die Gesundheitsprävention der Wirbelsäule. Denn nachts erholen sich die Bandscheiben von der Belastung. Hierzu sollte jedoch die natürliche, S-förmige Krümmung der Wirbelsäule optimal gelagert und gestützt werden, sowohl in Seiten- als auch in Rückenlage. Denn erst dann kann die Muskulatur entspannen. Entspannte Muskeln sowie die natürlichen Schlafbewegungen fördern den Flüssigkeitstransport im Gewebe – das nährt die Bandscheiben und hält sie fit.

Zunächst einmal sollte man einen kritischen Blick auf die vorhandene Matratze und die Schlafsituation werfen. Hier einige Checkpunkte, nach denen Sie vorgehen können.

  • Das Alter – wie alt ist Ihre Matratze?

    Auch wenn man es ihr optisch nicht ansieht, das Alter ist bei Matratzen von großer Bedeutung. Denn spätestens nach acht bis zehn Jahren sollte eine Matratze aus hygienischer Sicht erneuert werden. Hat Ihre Matratze diesen Zenit überschritten, sollte eine Neue her.


  • Hängematte – wie liegen Sie auf Ihrer Matratze?

    Tiefe Kuhlen in der Matratze zeigen, dass sich das Material nicht mehr regeneriert und die Elastizität auf ein kritisches Niveau gesunken ist. Sie ist schlicht durchgelegen und kann keine Stützkraft mehr aufbringen. Selbstverständlich muss das Augenmerk hier ebenfalls auf der Unterfederung liegen, denn ist der Lattenrost ermüdet, kann auch die beste Matratze keinen Halt mehr bieten.


  • Trocken und warm oder subtropisch – fühlen Sie sich wohl in Ihrem Bett?

    Das Schlafklima sollte angenehm warm und trocken sein. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Matratze gut genug durchlüftet und die Feuchtigkeit optimal abtransportiert wird. Jede Nacht fallen rund 500 ml Feuchtigkeit an, die teils von der Matratze, teils vom Bettzeug aufgenommen wird. Dauert der Transport zu lange, kommt das Gefühl im „eigenen Saft“ zu liegen.


Haben Sie ein Doppelbett, sollten Sie noch weitere Kriterien prüfen:

  • Gewichtige Argumente – hält es sich die Waage?

    Rollt der Leichtere nachts regelmäßig in Richtung des Schwereren oder wird bei jeder Bewegung des Partners durchgerüttelt, besteht Handlungsbedarf, denn so ist gesunder Schlaf beinahe ausgeschlossen. Doppelt breite Matratzen mit Matratzenkernen, die auf unterschiedliche Gewichtsklassen ausgerichtet sind und die Bewegungsenergie kaum weiterleiten schaffen Abhilfe.


  • Weg mit der Ritze!

    Gibt es durch die störende Mittelkante Ihres Bettgestells eine ungemütliche, sogenannte „Besucherritze“ zwischen den Matratzen, in die gerne hineingerollt wird? Das ist unangenehm und verhindert guten Schlaf. Auch hier können doppelt breite Matratzen, auf unterschiedliche Gewichtsklassen ausgerichtet, eine Lösung darstellen.


  • Individuell geteilt?

    Teilmatratzen sollten auf die individuellen Bedürfnisse der Schläfer nach Festigkeit und Wärmedurchlässigkeit abgestimmt sein. Denn wo der eine gerne federnd schläft und es kühl mag, liegt der andere gerne fester und schwitzt schnell. Diesen persönlichen Vorlieben sollte man unbedingt mit geeigneten Matratzen und Lattenrosten entgegenkommen, denn nur so bleibt die Schlafqualität erhalten.


2. Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Worauf sollten Sie beim Kauf einer Matratze achten?

Bedenken Sie, DIE EINE beste Matratze nicht gibt. Matratzen müssen individuell auf jede Person abgestimmt sein und benötigen eine passende und qualitativ gleichwertige Unterfederung.

In diesem Sinne muss bei der Beratung klar sein, dass Sie das Maß der Dinge sind. Ihre Schlafgewohnheiten (Schlafposition, Druckempfinden, Wärmebedarf und Schwitzverhalten), Körpergewicht, -größe und Körperbau oder Erkrankungen und Allergien müssen berücksichtigt werden. Probeliegen ist wichtig, genügt jedoch nicht. Schon nach der vierten oder fünften Matratze werden Sie nicht mehr wissen, wie sich die erste angefühlt hat. Hier muss ein Fachberater hinzugezogen werden, der sich genügend Zeit für Sie nimmt.

Der Fachberater wird mit Ihnen gemeinsam auch die anderen Faktoren durchgehen, die beim Matratzenkauf eine wichtige Rolle spielen:

  • Der richtige Matratzentyp:

    Ob Federkern, Kaltschaum oder Latex, jeder Matratzentyp hat seine Vor- und Nachteile. Und nicht jede Variante wird Ihrer Vorstellung oder Erwartung an Liegegefühl oder Schlafklima entsprechen.


  • Die Festigkeit:

    Da es keine Normierung gibt, fallen die angegebenen Härtegrade bei den Herstellern auch unterschiedlich aus. Als Faustregel gilt hier grundsätzlich, dass feste/härtere Matratzen für schwerere Menschen geeignet sind, damit der Körper nicht zu stark in die Matratze einsinkt. Dies hemmt die natürlichen Schlafbewegungen und verhindert erholsamen Schlaf. Weichere Matratzen sind wiederum für zierliche Personen geeignet, da der Körper schon alleine durch das geringere Gewicht weniger in die Matratze einsinkt und die Stützkraft erhalten bleibt.


  • Stütze, Druckentlastung, Punktelastizität:

    In Rückenlage muss die Matratze im Schulter-, Beckenbereich etwas nachgeben und im Lendenwirbelbereich gut stützen, um die natürliche S-Kurve der Wirbelsäule zu entlasten. In der Seitenlage muss die Wirbelsäule von den Nackenwirbeln bis zum Steißbein eine gerade Linie bilden.


    Wichtig ist also, dass die Matratze nicht zu hart ist und vor allem sehr gut punktelastisch reagiert. Denn dann gibt sie dort nach, wo der Körper stärker drückt und entlastet ihn so.


  • Größe:

    Der Körper verlangt auch im Schlaf Bewegung, um Druckstellen zu vermeiden und die Durchblutung nicht zu behindern. Damit Sie nicht bei jeder Drehung anstoßen oder Beine und Arme aus dem Bett hängen, sollte Ihr Bett ausreichend groß sein. Hier bieten Matratzen mit bis zu 2,20m Länge und 1,00m Breite genug Platz für entspanntes Ausstrecken.


  • Allergien und Unverträglichkeiten

    Beim Matratzenkauf sollte nicht zuletzt auf evtl. enthaltene allergene Stoffe in Kern oder Bezug geachtet werden. Wer unter Unverträglichkeiten leidet, sollte hier fach- und materialkundige Beratung erhalten.


Fazit:


Eine Matratze ist nicht im Vorbeigehen gekauft. Sie wollen erholsamen, entspannten Schlaf auf der für Sie passenden Matratze mit abgestimmter Unterfederung. (Alle Informationen zum Thema Lattenrost finden Sie hier). Hierzu benötigen Sie Zeit und gute Beratung. Auch wenn das Budget nicht üppig ist, sparen Sie nicht allzu viel an Ihrer neuen Matratze! Denn im Bett tankt der Körper Kraft und erholt sich. Gönnen Sie sich und Ihrer Gesundheit guten Schlaf!

3. Geprüft und besiegelt: Schadstoffe in Matratzen

Emissionen aus Matratzen können uns schaden. Unangenehme Gerüche stören den Schlaf, Formaldehyd und Co. sind sogar als Krebs auslösende Stoffe bekannt. Gerade beim Kauf einer neuen Matratze sollten Sie darauf achten, dass Sie Schlaf und Gesundheit nicht durch Schadstoffe belasten oder womöglich einer ernsten Gefahr aussetzen. Hier kann das Vorhandensein einiger bekannter Prüfzeichen Sicherheit für das Produkt Ihrer Wahl geben.

Textiles Vertrauen – schadstoffgeprüfte Textilien nach Öko-Tex-Standard 100


Wer auf der sicheren Seite sein möchte, entscheidet sich für Matratzen mit dem Öko-Tex-Label. Das Zeichen „Textiles Vertrauen –schadstoffgeprüfte Textilien nach Öko-Tex-Standard 100“ sorgt für eine Grundsicherheit beim Textilkauf.

Dieses unabhängige Prüf- und Zertifizierungssystem für textile Produkte stellt mit über 50.000 ausgestellten Zertifikaten das bedeutendste Prüfzeichen bei Textilien aller Art dar.

Kontrolliert wird auf gesetzlich verbotene Substanzen und gesetzlich reglementierte Stoffe, wie z.B. Formaldehyd, Weichmacher, Schwermetalle und Pestizide. Außerdem müssen die Produkte farbecht sein und einen hautfreundlichen ph-Wert aufweisen.

Die Schadstoffprüfungen unterscheiden sich je nachdem, wie intensiv das Produkt mit der Haut oder den Atemwegen in Kontakt kommt. Entsprechend gibt es vier Produktklassen. Am strengsten sind die Auflagen für Produkte für Babys und Kleinkinder (Produktklasse 1), gefolgt von Bettwäsche und Matratzenauflagen (Klasse 2). Matratzen fallen unter die 4.Klasse, hier werden Schaumstoffmatratzen zusätzlich auf Emissionen untersucht.


LGA-Schadstoffgeprüft

Eine weitere gute Adresse für Verbraucher ist das LGA (Landesgewerbeamt) des TÜV Rheinland. Mit deren Bezeichnung „LGA-schadstoffgeprüft“ werden Produkte ausgezeichnet, die nur minimal Schadstoffe ausdünsten. Die LGA nimmt auch Zulieferer für einzelne Komponente, wie beispielsweise Schaum- und Kleberhersteller, unter die Lupe.

Blauer Engel

Auch bekannt bei Matratzen ist der „Blaue Engel“. Das bekannte Prüfzeichen des Umweltbundesamtes garantiert, dass insbesondere Kaltschaummatratzen keine krebserzeugenden und halogenorganischen Verbindungen enthalten sowie auf Formaldehyd und andere organische Stoffe geprüft sind. Flamm- und Mottenschutzmittel sind beim Blauen Engel tabu.