Natürliche Füllmaterialen

Schlafen Sie. Natürlich.
Die Daune

Ein schneeflockartiges Wunderwerk! Und es sieht auch noch gut aus. Die Daune ist leicht, schenkt und isoliert Wärme und ist besonders elastisch. Daunenfedern sind der Unterflaum von Wassergeflügel, also von Gänsen und Enten. Landgeflügel (z.B. Puten oder Hühner) besitzen keine. Daunen sind eine eigene Gattung, die sich stark in Funktion und Struktur unterscheiden. Sie haben einen kurzen, weichen Kiel und sind – der Pusteblume ähnlich – dreidimensional angeordnete, zarte Ästchen, zwischen denen viel Luft passt. Durch Millionen von Luftkammern wird Feuchtigkeit optimal abtransportiert und die Temperatur gleicht sich aus. Die extreme Elastizität sorgt dafür, dass die Daune gedrückt werden kann, um danach schnell in ihre Form zurückfinden. Daunenwaren sollten gründlich aufgeschüttelt werden, damit sie sich entfalten.

Je kälter das Klima, desto größer und hochwertiger die Daune. So wird weniger Füllmaterial benötigt, um die gleiche Wärmewirkung zu erzielen – schließlich muss sich das Tier an kühlere Temperatur anpassen. Es gibt kein vergleichbares Material, das bei so geringem Gewicht eine ähnlich hohe Wärmedämmung erreicht. Weich und federleicht sorgen Daunen für ein warmes und gesundes Schlafklima. Sinken Sie mal ein.

Entendaunen oder Gänsedaunen?

Gänsedaunen sind größer als Entendaunen. Sie haben eine höhere Wärmedämmung. Bei gleicher Füllkraft erreicht die Entendaune mit ca. 85% nicht das Isolationsvermögen der Gänsedaune. Dennoch kommt es auf die Qualität an: Eine hochwertige Entendaune ist einer Gänsedaune immer vorzuziehen. Die edelsten und teuersten Daunenarten stammen von der Eiderente.

Allergiker atmen auf

In federgefüllten Decken befinden sich praktisch keine Hausstaubmilben. Das liegt daran, dass sich Milben von menschlichen Hautschuppen ernähren und nicht vom Füllgut. Die Webung dieser Inletts ist nämlich so fein, dass weder Milben noch ihre Abfallprodukte ins Innere dringen können. Gute Nachrichten für Allergiker!

Die Eiderdaune

Die Königin unter den Daunen. Je kälter das Gebiet, in dem Wassergeflügel beheimatet ist, desto hochwertiger die Daunen. Sie ist wärmewirksamer bei geringstem Gewicht. Im Vergleich zur Gänsedaune wird für eine gleich warme Bettdecke nur die Hälfte an Eiderdaunen benötigt.

Das Nest

Eiderdaunen stammen vom Polarkreis. Die Weibchen nutzen ihre Brustdaunen, um das Nest damit auszupolstern und das Gelege vor dem nordischen, eisigen Klima zu schützen. Durch die klettartige Struktur kleben die feinen Daunen aneinander und bilden fluffige Daunenknäuel, um nicht wegzuwehen. Die Gewinnung der Eiderdaune ist ein Miteinander zwischen Mensch und Tier und erfordert viel Geduld. Die kostbaren Daunen werden nach der Brutzeit aus den verlassenen Nestern gesammelt, bevor diese vom Wind zerstört werden. Eiderdaunen sind das edelste und wärmste Füllmaterial.

Alles eine Frage des Preise

Eiderdaunen sind selten und kostbar. Daher auch der Preis. Zudem ist die Gewinnung der Eiderdaunen mit viel Arbeit verbunden. Eiderenten sind nicht domestizierte Wildtiere. Ob sie sich im Frühjahr in den von den Sammlern gepflegten Brutgebieten niederlassen, ist ungewiss. Die Jahresernten unterliegen somit Schwankungen. Je weniger Daunen geerntet werden können, desto höher der Preis. Aber der lohnt sich. Mit der Eiderdaunendecke schlafen Sie unter den besten Bedingungen. Und ziemlich luxuriös.

Federn

Federn sind hornige Gebilde, die sich aus einem langen Kiel und der Fahne zusammensetzen. Sie stellen das Federkleid von Enten, Gänsen, Hühnern und Vögel. Sie schützen vor Kälte, Nässe und unterstützen die Flugfähigkeit. Außerdem sind sie wichtig für die Erkennung von Artgenossen. Qualitativ hochwertige Federn erkennt man am ausgereiften, stumpfen Kiel, am vielen Flaum und einer Biegung in der Feder für eine bessere Füllkraft und Stabilität. Deshalb werden sie zum Beispiel für Kissen, Betten und Jacken verwendet. Die Produkte behalten dauerhaft ihre Form, da die Federn durch die Elastizität ihres Kiels auch bei vielfachem Zusammendrücken in die Ursprungsform zurückkehren.

Baumwolle

Die strauchartige Baumwollpflanze gehört zur Familie der Malvengewächse. Sie gedeiht bei feuchter Wärme in tropischen und subtropischen Zonen. Aus den Blüten erwachsen Fruchtkapseln mit bis zu 5 Fächern. In diesen Fächern reifen die Samen heran, die sich in 1000-8000 Samenhaare einhüllen. Durch diese platzen die stacheligen, reifen Kapsel; die Baumwollfaser quillt heraus. Diese Fasern werden heute maschinell von den Samenkörnern abgetrennt. Anschließend muss nach Faserlänge sortiert, merzerisiert (eine Veredelung, die der Faser zu Glanz verhilft), die Garne gesponnen, verzwirnt und verwebt werden.

Ein Material für den ganzen Erdball

Baumwolle liefert knapp die Hälfte des globalen Textilfaseraufkommens. Wichtigster Qualitätsfaktor ist die Faserlänge, neben der Reinheit, Festigkeit, der Farbe und dem Glanz.
Baumwolle kann viel Feuchtigkeit aufnehmen, fühlt sich angenehm an, reizt nicht und wird vorzugsweise für Kleidung eingesetzt. Bettwäsche mit Baumwollfüllung (aus Baumwollfasern gearbeitete Vliese) zeichnet sich durch ein angenehmes Schlafklima und eine hohe Feuchtigkeitsaufnahme aus. Sie ist hautsympathisch, weitgehend antistatisch und bei 60 Grad waschbar.

Schafwolle

Verspinnbare Schafhaare, das ist die Wolle der Schafe. „Reine Schurwolle“ oder „Schurwolle“ sagen wir nur, wenn diese vom lebenden Tier gewonnen werden. Wolle wächst nach und hat eine natürliche Thermoregulierung. So fühlen sich die Tiere in Australien genauso wohl wie in Schottland, dank Wuschelpelz. Die erstaunlichen Eigenschaften dieses Materials sind der Grund, warum es bevorzugt bei Bettwaren und Textilien zum Einsatz kommt.

Schafwolle – Die Vorzüge

Von der Oberfläche perlt Wasser ab. Im Inneren kann sie viel Wasserdampf aufnehmen und die Feuchtigkeit schnell nach außen abgeben. Wollwaren wärmen nicht von sich aus, sondern sind durch ein hohes Luftvolumen in der Lage, Körperwärme optimal zu reflektieren. Schafschurwolldecken knittern kaum und besitzen eine Selbstreinigungsfunktion. Sie sind schwer entflammbar, antistatisch und äußerst farbbeständig. Sie duften frisch nach kurzem Auslüften.

Merinowolle

Das Merinoschaf. Ursprünglich aus Spanien, wird diese Rasse heute vor allem in Australien und Neuseeland gezüchtet. Die Schafe werden alle zwei Jahre geschoren. Die Wolle des Merinoschafs ist äußerst dicht und besteht aus kurzer, weicher und gekräuselter Faser. Sie ist ungewöhnlich fein. Sie kratzt nicht auf der Haut und kann bis zu einem Drittel des Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen – sowohl zwischen, als auch in den Fasern. Merinowolle zeichnet sich in feuchtem Zustand durch eine hohe Wärmerückhaltung aus. Sie ist dünn und geruchsneutral. Merinowolle ist hervorragend für Bettdecken geeignet, da sie ein trockenes und warmes Schlafklima erzeugt.

Kaschmirwolle

Kaschmirziegen sind eigentlich im gleichnamigen Gebirge des Himalaja beheimatet. Haupterzeuger mit der qualitativ besten Kaschmirwolle sind China, der Iran, Afghanistan, Nepal und die Mongolei. Die feine Unterwolle der Kaschmirziege schützt sie in Höhen von über 3000 Metern und bei Temperaturen von -40 Grad. Je rauer die klimatischen Bedingungen, desto dichter das Edelhaar.

Die Gewinnung

Im Frühjahr wechseln die Tiere das Haarkleid. Die Wollbüschel werden aufgesammelt oder ausgekämmt. Geschoren werden sie nicht, da die Ziegen erfrieren würden. Die Reinigung erfolgt maschinell, die farbliche Sortierung findet von Hand statt. So erklärt sich der Preis einer der wertvollsten Naturfasern. Damit die Kosten moderat bleiben, wird Kaschmir oft mit anderen Fasern wie Merino-, oder Schafwolle gemischt. Nur erstklassige Kaschmirwolle darf aber die Bezeichnung „100 % Kaschmir“ tragen. Die Decken sind geschmeidig und leicht, wärmend und atmungsaktiv.

Kamelhaarwolle

Das in Asien und Afrika beheimatete Kamel mit zwei Höckern hat gelblich bis rötlich-braunes Fell. Es wird in Deckhaar und Flaumhaar unterteilt und fällt im Frühjahr büschelweise aus. Danach wird es aufgesammelt. Meist wird lediglich das weiche und lange Flaumhaar zur textilen Weiterverarbeitung genutzt, wobei das feinste, hellste und wertvollste Haar von den Jungtieren stammt. Kamelhaar ist sehr kostbar und wird oft mit anderen Schurwollen gemischt. Auch hier ist es sinnvoll, auf die Bezeichnungen des Produkts zu achten. Beim „Kamelhaar“ können auch Deckhaar und die steifen Grannenhaare verarbeitet sein. Mit „Kamelflaumhaar“ darf es nur bezeichnet werden, wenn Selbiges eingebracht wurde.

Kamele sind Temperaturmeister

Kamele leben in klimatischen Zonen. Die extreme Hitze am Tag wird von der eiskalten Nacht abgelöst. Ihr Fell bietet eine natürliche Klimaanlage, denn Kamelhaare sind atmungsaktive, temperaturausgleichende Hohlfasern, die Feuchtigkeit abtransportieren. Die Decken sind weich, anschmiegsam und bieten hervorragende Klimaeigenschaften.

Alpakawolle

Die friedlichen Alpakas sind domestizierte Kleinkamele aus Südamerika. Alpaka heißt „Götterwolle“. Es gibt zwei Arten davon: die Huacaya-Alpaka und die Suri-Alpaka.
Huacaya haben volles, krauses Fell während Suri dichte, lockenartig herabhängende Haare tragen, so dass sich ihr Fell am Rücken mittig scheitelt.

Jedes zweite Jahr werden die Tiere geschoren. Alpakawolle ist weich glänzend, strapazierfähig, wesentlich leichter und hält Wärme fünfmal besser als Schurwolle. Die Fasern bilden kein Lanolin (Wollfett) auf der Oberfläche. Alpakadecken sind sehr weich und eignen sich hervorragend für Allergiker und sensible Menschen.

Tussah- oder Wildseide

Seide ist eine vom Kokon der Seidenraupe gewonnene tierische Faser. Die bekannteste Art unter den gezüchteten Raupen ist der Maulbeerspinner, der sich vom gleichnamigen Baum ernährt. Wild lebende Raupen haben als wichtigste Vertreter den vom Eichenbaumlaub lebende Tussah-Spinner oder Eichenseidenspinner hervorgebracht. Die Entwicklungsstufen sind bei allen Schmetterlingsarten oder Faltern gleich: Aus den Eiern geschlüpfte Larven werden zu Raupen. Diese verpuppen sich in ihrem Kokon, schlüpfen wieder als Falter und legen weitere Eier.

Wie entsteht Seide?

Raupen benutzen für ihren Kokon eine Seidenflüssigkeit und Seidenleim aus den Drüsen Ihres Unterkiefers. Die Flüssigkeit erstarrt in der Luft zu einem Fädchen, während der Leim die Fädchen umhüllt, damit sie aneinander haften. Dieser Seidenleim (auch Seidenbast genannt) muss vor der Verarbeitung ausgewaschen werden, sonst entsteht Staub – und somit Allergien. Das Besondere an Seide? Es handelt sich um einen ca. 3 km langen Faden, aus dem ein 1 Kilometer langes Teilstück zur Verarbeitung genutzt werden kann.

Rosshaar

Mähnen- und Schweifhaare von Pferden. Sie werden als Polstermaterial oder als Füllung für Matratzen und Rosshaarkissen verwendet.

Kokosfaser

Die Kokosfaser wird aus der Fruchthülle der Kokosnüsse gewonnen. Gegenüber Meerwasser hat es eine große Widerstandsfähigkeit. Kokos ist eine sehr leichte, elastische und bruchfeste Faser. Es wird unter anderem für Seile, Matten und Netze benutzt. Hauptsächlich dient es zur Polsterung oder Füllung von Matratzen und Polstermöbeln.

Dinkel

Die Urform des Weizens. Es kann nicht, wie andere Getreidearten, durch Dreschen aus den Spelzhüllen gelöst werden. Für hochwertiges Kissenmaterial müssen die Kerne schonend gewonnen werden. Gequetschte, zerfaserte oder zerstörte Spelze vermindern die Stützkraft.
Gute Dinkelspreukissen sind locker, luftdurchlässig und passen sich durch die Formbarkeit dem Kopf- und Nackenbereich an. Mit einer verschiebbaren Spelzfüllung können Sie täglich eine neue Perspektive einnehmen. Als Knieentlastung bietet sich ein Dinkelkissen an.

Dinkelspreu ist atmungsfähig, kann Körperwärme aufnehmen und wieder an die Umgebung abgeben. So sorgt es beim Schwitzen für ein angenehmes Schlafklima.
Die Inletts sind meistens Bio-Ware aus „Köper-Baumwolle“. Die strapazierfähige Webung ist dicht und fein und somit undurchlässig für Staub und Milben. Durch einen Reißverschluss kann die Füllung ausgetauscht, entnommen oder befüllt werden.

Hirsekissen

Hirse ist die älteste und mineralstoffreichste unter bekannten Getreidearten. Die Schalen sind rund, klein und glatt und schmiegen sich geräuschlos an Körperbewegungen an. Ähnlich der Dinkelspelzen, ist Hirse als Kissenfüllung anpassungsfähig und hat eine gute Stützwirkung. Sie ist locker, luftdurchlässig, formbar und kann den Schulter-, Kopf-, und Nackenbereich entlasten. Hirse nimmt Feuchtigkeit gut auf und leitet sie rasch an die Umgebung ab. Sie verursacht kaum Rieselgeräusche; – nicht so wie die Dinkelspelzfüllung – ist weicher und anschmiegsamer. Der hohe Gehalt an Kieselsäure und Mineralstoffen in den Schalen unterstützt den Schlaf. Jedoch ist Hirse nicht ganz so strapazierfähig wie Dinkel; sie zerreibt sich schneller und muss alle 1-2 Jahre ausgewechselt werden.

Auch diese Inletts sind Bio-Ware aus Köper-Baumwolle. Die strapazierfähige Webung ist dicht und fein und undurchlässig für Staub und Milben. Durch den Reißverschluss kann die Füllung ausgetauscht, entnommen oder befüllt werden.

Kirschkernkissen

Kirschkerne speichern Temperaturen hervorragend und geben diese gleichmäßig ab.
Die konzentrierte Wärme lindert Schmerzen, Verspannungen und Verkrampfungen, während die grobe Struktur von Kirschkernen ähnlich einer Massage entspannt. Bei Kindern sind sie beliebt, weil sie von den Wärmekissen die leichtesten sind. Verbrühen kann man sich daran nicht. Als Kältekissen lindern Kirschkernkissen Schwellungen und Entzündungen.

Naturlatex

Natürlicher Latex wird aus dem milchigen Saft des Kautschukbaumes gewonnen. Über 99 % des gesamten Naturkautschuks stammt aus dem Baum „Hevea brasiliensis“; dem Gummibaum. Gewonnen wird er, indem Arbeiter eine schmale Rille in den Stamm schneiden, die etwa um die Hälfte des Baumstammes verläuft. Am Ende des Schnittes wird eine U-förmige Metallrinne befestigt. So kann der Latex in eine Tasse abtropfen. Naturlatex muss schnellstmöglich nach dem Anschnitt in Rohkautschuk verarbeitet werden, da es empfindlich ist. Der flüssige Stoff wird noch vor Ort durch Vulkanisation in einen festen Zustand gebracht. Für eine ideale Elastizität des Matratzenkerns, werden dem Naturlatex verschiedene Chemikalien zugesetzt. Latex ist hochelastisch und formbeständig, weich, hygienisch und staubfrei.