Kopf auf den Tisch, Augen zu, abgemeldet. Was halten Sie von einem Mittagsschlaf unter den Kollegen? Geht das im heutigen Deutschland? Stellen Sie es sich bildlich vor: Sie schauen neben sich, vor sich, hinter sich. Ihre Kollegen haben sich auf Sesseln oder auf der Schreibtischunterlage abgelegt. Ihr Chef schnarcht. Unvorstellbar? In unserer Gesellschaft ist der Mittagsschlaf ein Symbol für Faulheit. Dabei ist das 20-Minuten-Nickerchen ein Segen gegen Stress. Auch sonst lässt er sich gewinnbringend in den Tagesablauf einsetzen.

„Chi va piano, va lontano.“ Sinngemäß bedeutet das im Italienischen: „Wer langsamer macht, hält am Ende länger durch.“ Diese Einstellung erfährt im industriell geprägten Deutschland bisher wenig Anerkennung. Trotz ansteigender Stresskrankheiten wie Burn-out und Depression. In der fernöstlichen Schule und im Buddhismus sind Meditation und das Innehalten am Tage ein Weg, um den Menschen zu mehr Achtsamkeit und Lebensqualität zu verhelfen. In Japan betreibt man zuweilen sogar ein „Inemuri“, ein Schläfchen auf der Theke, im Meeting oder in der Bahn. Achten Sie darauf, dass Sie nicht länger als 20 Minuten einnicken, sonst wirkt der Mittagsschlaf verwirrend. (Kennen Sie, oder?)

Die Siesta verstehen wir als eine lockere Arbeitseinstellung der Spanier. Dabei reicht diese weltberühmte Mittagspause bis zum Spanischen Bürgerkrieg zurück, in denen die Siesta zwischen zwei Jobs für neuen Aufschwung sorgte. Denn es ist etwas Wahres dran, dass kleine Pausen uns im Alltag und auf der Arbeit weiterbringen. Wer den Schlaf am Mittag nachholt, legt sich für den Rest des Tages neue Reserven zu, um ihn zu meistern. Das bestätigt auch Peretz Lavie in seinem Buch „Die wunderbare Welt des Schlafes“. Ein Lesetipp, den wir gerne an Sie weitergeben.

Schauen wir das nächste Mal besonnener auf den Kollegen, der vorm Computer eingeschlafen ist. Oder wir gehen selbst mit gutem Beispiel voran. Kopf auf den Tisch, Augen zu, 20 Minuten abgemeldet. Wir finden: Es ist an der Zeit, dass die Siesta in deutschen Büros Einzug erhält. Schließlich sind wir für unsere Effizienz bekannt. Und ein wenig Ruhe zwischen den Terminen und dem Leistungsdruck, der täglich auf uns einschlägt, hat noch niemandem geschadet. Im Gegenteil.

Lutz Braun

 Unser Lesetipp: Thierry Paquot „Die Kunst des Mittagsschlafs“

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Willkommen auf unserem Schlafblog. Schön, dass Sie da sind. Setzen Sie sich, ruhen Sie sich aus. Machen Sie sich einen Tee, legen Sie sich hin oder Ihr Lieblingskissen in den Nacken. Hier soll es Ihnen gut gehen. Sie dürfen sich entspannen. Dürfen heimkehren. Zünden Sie sich eine Kerze an, am besten eine Duftkerze. Zum Nachdenken. Träumen. Lassen Sie alles sacken.

Wir werden Ihnen im Rahmen dieses Projekts zeigen, wie Sie dauerhaft besser schlafen. Wie Sie mithilfe Ihrer Bettdecke, der richtigen Matratze, des Lichts und einer kleinen Siesta am Tage Ihre Nächte zu einer Energiequelle verwandeln.

Wie lässt es sich nun besser schlafen? Im Internet finden Sie dazu viele Informationen. Die wenigsten basieren auf wahren Erkenntnissen. Wie wir uns auf diesem Blog von anderen Schlafratgebern unterscheiden? Wir haben Erfahrungen gesammelt. Lutz Braun führt das Unternehmen in dritter Generation. Dieses fundierte Wissen wollen wir an Sie weitergeben. Für uns ist Schlaf nicht nur ein Instrument, damit Sie am Tage besser funktionieren. Der Schlaf verändert unsere Seele. Er verändert unsere Einstellung zum Leben und die Art, wie wir die Dinge sehen. Er gibt uns die Kraft, unsere Träume auch am Tage zu verwirklichen. Schlafen mit allen Sinnen – darum soll es in diesem Blog gehen.

Lesen Sie. Saugen Sie alles Wissen in sich auf. Denken Sie nach. Lassen Sie sich überraschen. Wir heißen Sie herzlich willkommen an einem Ort der Entspannung und der Ruhe. Schieben Sie den Alltag beiseite. Lesen Sie Schlafgedichte, Medizinisches, Tipps, Anregungen und vieles mehr. Was immer Sie auch interessiert: Wir liefern Ihnen die Inhalte. Willkommen auf dem neuen Blog von Betten Braun. Willkommen in Ihrer neuen Schlafwelt. Schön, dass Sie da sind.


Lutz Braun

 

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